Drohnen-Luft-Taxi in Dubai fliegt mit Saft aus Brilon

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Die Briloner Firma IEB sorgt für E-Mobility-Lösungen. Sie liefert auch Ladegeräte für eine bemannte Drohne, die in Dubai in den Testbetrieb geht.

Wenn im Spätsommer in Dubai das erste Volocopter-Taxi Passagiere durch das Wüsten-Emirat befördert, sorgt Technik vom Almerfeldweg in Brilon für den notwendigen Saft. Die Firma IEB stellt die Ladegeräte für die bemannte Drohne her. Filon FuturE heißt die jüngste Geräte-Generation des Familienunternehmens für das Auftanken hocheffizienter Lithium-Ionen-Batterien.

Elektromobilität ist das große Thema der Firma

In weniger als zwei Stunden - mit dem Schnelllade-Modus auch in 40 Minuten - soll das vom Start-Up-Unternehmen e-volo in Bruchsal (Baden-Württemberg) entwickelte Fluggerät mit seinen neun Rotoren-Paaren für einen neuen Einsatz „aufgetankt“ sein. Eine Ladung reicht für rund 25 Minuten Flugzeit, damit lassen sich mit den Prototypenrund 30 Kilometer zurück legen.

Elektromobilität ist das große Thema der Firma IEB. Die Sauerländer bringen Strom in Form. Vor 37 Jahren fing Norbert Fiedler, der Vater des heutigen Geschäftsführers Stefan Fiedler (49), in einer ehemaligen Backstube in Hoppecke mit zwei Mitarbeiter mit der Entwicklung und dem Bau eigener Ladegeräte und Trafos an.

Nächste Erweiterung der Fertigung läuft bereits

Zurzeit läuft am Firmensitz in Brilon die nächste Erweiterung der Fertigung und weitere 2200 Quadratmeter. Rund zwei Millionen Euro investiert das Unternehmen. Erst 2012 hatte die IEB dort 1000 Quadratmeter hinzugebaut. Vor allem die Entwicklung der jüngsten Vergangenheit ist atemberaubend. Als Stefan Fiedler vor 12 Jahren die Verantwortung für das Unternehmen übernahm, lag der Umsatz bei vier Millionen Euro. „Für dieses Jahre peilen wir 30 Millionen Euro an“, sagt er. Im Schnitt lag der Zuwachs in den vergangenen Jahren bei 20 Prozent.

138 Beschäftigte am Standort Brilon

Das schlägt sich auch bei der Belegschaft nieder. Waren 2012 noch 89 Mitarbeiter im Almerfeldweg tätig, sind es derzeit 138. Hinzu kommen die rund 40 Arbeitsplätze in den Werkstätten für Behinderte der Caritas. Dort lässt das Unternehmen die Gehäuse für die Ladegeräte herstellen - vom Stanzen, Kanten und Nieten bis zur Pulverbeschichtung.

Für Forschung und die Entwicklung von Hard- und Software sind bei der IEB derzeit 11 Techniker und Ingenieure tätig. Eine projektbezogene F-und E-Kooperation besteht mit einem Fachbüro in Süddeutschland. Fiedler: „Die Ideen stammen von uns. Wir steuern das.“ Ambitionierter Anspruch sei die „Innovations- und Technologieführerschaft“, sagt der Unternehmer.

Ladegeräte ohne störende Lüfter

Aktuelles Beispiel ist die sogenannte „Voll-Resonanz-Konvertertechnologie“, das nach Firmenangaben „weltweit erste voll resonant schaltende Hochfrequenz-Ladegerät“. Für den Laien: IEB ist es gelungen, die bei der internen Steuerung anfallenden Stromverluste auf drei Prozent zu minimieren und damit einen Wirkungsgrad des Ladegerätes von 97 Prozent zu schaffen.

Die 100 Prozent hat das Unternehmen in einem anderen Bereich erreicht: Eine Ladegeräte-Linie, die völlig ohne Lüfter auskommt. So kann zum Beispiel ein Rollstuhl nachts direkt neben dem Bett geladen werden, ohne dass ein leises Surren den Schlaf stören würde. Stolz ist der IEB-Chef auch auf die von seinem Team entwickelte Geräte-Serie mit Touch-Display. Fiedler: „Damit sind wir die ersten in Deutschland. Das geht ab durch die Decke.“

Pro Jahr stellt IEB rund 85 000 Ladegeräte her

IEB steht für Industrie Elektronik Brilon. Pro Jahr stellt IEB rund 85 000 Ladegeräte her. Neben Geräten für E-Bikes und Rollstühle entwickelt IEB das Batterielade-Management für die Intra-Logistik, wie das Laden von Gabelstaplern (u.a. für BMW, Daimler, Lufthansa, Fraport, Lidl). Derzeit baut die IEB mit einem Partner in Dallas/Texas eine Tochter für den US-Markt auf.

Quelle: https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/drohnen-luft-taxi-in-dubai-fliegt-mit-saft-aus-brilon-id211012741.html

 
 
 
 

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