Caritas Brilon - Liebe inmitten von Ruinen gepflanzt

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Caritas Brilon hat sich seit der Gründung vor 70 Jahren vom Wohlfahrtsverband zum Sozialunternehmen entwickelt. Große Feier in Briloner Schützenhalle

Mit mehr als 220 Gästen hat der Caritasverband Brilon seinen 70. Geburtstag mit einem Festakt im Hubertussaal der Briloner Schützenhalle gefeiert. Die Gründung des Caritasverbandes rief der Paderborner Kabarettist Erwin Grosche zum Festakt in Erinnerung. In der Chronik von Josef Hesse, ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Caritas Brilon von 1968 bis 2004, hatte er die frühen Werkzeuge der Caritasarbeit gefunden.

1946 Das Gründungsjahr: Im Gründungsjahr 1946 waren das: ein Bleistift und eine Schreibmaschine. Sie standen seit dem 20. Februar 1946 im Caritas-Sekretariat, dem Vorläufer der heutigen Geschäftsstelle, das von der ersten Geschäftsführerin Helena Langer geleitet wurde. „Gib mir einen Bleistift und eine Schreibmaschine und ich verändere die Welt – so ist der Sauerländer“, honorierte Kabarettist Grosche augenzwinkernd den pragmatischen Willen zur Hilfe in der Gründerzeit. Eine Zeit, die Parallelen zur heutigen Situation aufweist.

1900 Menschen im Dienst der Caritaskonferenzen: Mehr als 1000 ehrenamtlich Engagierte in den Caritaskonferenzen und über 900 hauptamtliche Mitarbeitende zählt der Verband heute. Aus den frühen Suppenküchen und Kleiderkammern ist ein Sozialunternehmen geworden, in dessen Trägerschaft 49 Dienste in den Bereichen der Senioren-, Kranken- und Behindertenhilfe liegen, sowie Beratungsstellen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie Angebote zu Kuren, Rehabilitation und Erholung. „Die Caritas-Pioniere haben ein Pflänzchen der Liebe inmitten von Trümmern gepflanzt. Daraus hat sich ein weit verzweigter Baum entfaltet“, veranschaulichte Festredner Monsignore Ullrich Auffenberg.

Der Würdigung schlossen sich auch die Grußredner an. Ursula Beckmann, stellvertretende HSK-Landrätin, betonte die Bedeutung eines Wohlfahrtsverbandes wie der Caritas Brilon für die Menschen in der Region. Für diese eröffne der Caritasverband Brilon auch „neue Räume der Barmherzigkeit“, sagte Dechant Michael Kleineidam.

5000 Menschen hilft die Caritas täglich: Beeindruckt zeigte sich auch Josef Lüttig, Diözesan-Caritasdirektor, von dem Engagement und den Menschen, die in dem Verband arbeiten: „Sie machen christliche Nächstenliebe erfahrbar.“ Eine Erfahrung, die vielen Menschen angeboten wird: Tagtäglich erreichen die Angebote der Caritas Brilon über 5000 Menschen. Verändert haben sich in den sieben Jahrzehnten die Rahmenbedingungen. „Wettbewerbe unter den Wohlfahrtsverbänden und den privaten Trägern wurden eingeführt, die pauschalen Vergütungen für Dienstleistungen wurden weitgehend abgeschafft, Arbeitsprozesse in Pflege, Beratung und Betreuung werden nach Effizienz und Effektivität betrachtet und gesteuert“, sagte Caritasvorstand Heinz-Georg Eirund. „Auch deshalb haben sich die Wohlfahrtspflege und auch der Caritasverband Brilon in den vergangenen Jahren seiner Geschichte vom klassischen Wohlfahrtsverband zu einem Sozialunternehmen entwickelt.“ Trotz des Wandels müsse der Kern gewahrt bleiben: „Gemeinsam muss es unser Ziel sein, den Menschen unabhängig von ihrer Konfession und Lebensleistung Sicherheit in schwierigen Lebenslagen zu gewähren.“

Das Programm wurde durch einen Gottesdienst in der St.-Nikolai-Kirche eingeleitet und mit Gesang und Tanz im Hubertussaal abgerundet: Auf der Bühne stimmten die „Hohlweg-Lerchen“ (Bewohner-Chor des Seniorenzentrum St. Engelbert) „Lili Marleen“ an und eine Formation aus den Werkstätten St. Martin zeigte ihr Tanztalent.

Quelle: http://www.derwesten.de/wp/staedte/nachrichten-aus-brilon-marsberg-und-olsberg/liebe-inmitten-von-ruinen-gepflanzt-id12341801.html

 
 
 
 

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